Krankenversicherung Polizei Saarland

Erfahre alles über Heilfürsorge, Beihilfe, Pflegepflichtversicherung und PKV als Polizeibeamter und Polizeianwärter im Saarland.
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Inhalt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Der Dienstherr Saarland bietet keine Heilfürsorge an, sondern gewährt einen Beihilfeanspruch von 50 % bzw. 70 %. Der restliche Prozentsatz muss privat abgesichert werden.
  • Bei 2 oder mehr Kindern erhöht sich dein Beihilfesatz auf 70 %. Das macht deine PKV deutlich günstiger
  • Polizeikommissaranwärter haben Sonderkonditionen – die PKV ist besonders günstig während des Studiums
  • Saarländische Polizisten treten üblicherweise mit 62 Jahren in den Ruhestand, allerdings kann die Pension bereits ab 60 Jahren mit einer Kürzung in Anspruch genommen werden.

Wann haben Polizeibeamte im Saarland freie Heilfürsorge und wann Beihilfe?

Die Gesundheitsversorgung obliegt den einzelnen Bundesländern, weswegen jeder Dienstherr selbstständig festlegen kann, welche Leistungen er anbietet. Im Saarland existiert KEINE freie Heilfürsorge, wie sie bei vielen anderen Dienstherren üblich ist.
Das bietet dir einen erheblichen Vorteil: Ab dem ersten Tag deines Studiums oder deiner Ausbildung bist du privat versichert! Und das zu einem sehr attraktiven Preis. Als Polizeibeamter hast du Anspruch auf Beihilfe, was bedeutet, dass ein Teil deiner Arztkosten übernommen wird. Der übliche Beihilfeanspruch liegt bei 50 %. Die restlichen Prozentsätze musst du privat absichern. Der Vorteil dabei: Wenn du nur 50 % privat versichert bist, sind auch deine Beiträge zur privaten Krankenversicherung entsprechend niedrig. Dennoch bist du beim Arzt ein Privatpatient wie jeder andere ✅

Falls du zwei oder mehr Kinder hast, erhöht sich dein Anspruch auf Beihilfe sogar auf 70 %! Zudem haben deine Kinder ebenfalls Anspruch auf Beihilfe, die sogar bei 80 % liegt.

Auf lange Sicht spielt die Anzahl der Kinder für dich keine Rolle: Im Ruhestand hat jeder Beamte, unabhängig von der Kinderanzahl, einen Anspruch auf 70 % Beihilfe.

Beihilfekonforme Krankenversicherung

Wie bereits erwähnt, musst du die verbleibenden Kosten durch eine „beihilfekonforme Restkostenabsicherung“ absichern. Im Grunde handelt es sich hierbei um eine private Krankenversicherung, die speziell auf die Beihilfe abgestimmt ist.

Achte beim Vergleich unbedingt auf einen erstklassigen Beihilfeergänzungstarif! Die Beihilfe übernimmt nämlich nicht wirklich alles und kürzt regelmäßig… ohne einen Ergänzungstarif musst du diese Kosten selbst tragen.

Du fragst dich sicherlich: „Welche ist die beste private Krankenversicherung für mich?“
Die Wahl der passenden PKV gestaltet sich nicht einfach, weshalb wir dir hier einen klaren und verständlichen Artikel erstellt haben!

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Pflegepflichtversicherung?
Sie ist schon in deiner privaten Krankenversicherung integriert und übernimmt im Pflegefall einen Teil der Ausgaben. Es sollte eine besondere Pflegepflichtversicherung für Beamte sein, die etwa 34 € pro Monat kostet.

Im Saarland hat das Thema Anwartschaft für dich als Polizist keine Bedeutung, da du unmittelbar in die PKV eintreten kannst.
Für deinen Partner oder deine Partnerin ist es jedoch von Bedeutung, da sie vermutlich eines Tages ebenfalls in die beihilfekonforme PKV eintreten kann. Daher ist eine kleine Anwartschaft für sie oder ihn sinnvoll. ✅

Du benötigst eine PKV, die den Beihilfekriterien entspricht, einschließlich einer Pflegepflichtversicherung. Als Anwärter liegt der Preis dafür bei etwa 60 bis 110 € pro Monat.

Außerdem ist es wichtig, dich gegen Dienstunfähigkeit abzusichern, da du als Beamter auf Widerruf keinen Schutz hast und im schlimmsten Fall von heute auf morgen entlassen werden kannst! Oft reichen schon „kleinere“ Vorfälle aus… es kann schneller gehen, als man denkt. Abhängig von den Leistungen musst du für eine gute Dienstunfähigkeitsversicherung mit Kosten von etwa 50 bis 90 € monatlich rechnen, je nach Leistung und der Option zur „Beitragsrückgewähr“.

Ja, Gewerkschaften spielen eine bedeutende Rolle und sind für Anwärter besonders vorteilhaft. Zu Beginn präsentieren sie sich persönlich, und du hast die Möglichkeit, zwischen der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) zu wählen.

In diesem Artikel haben wir einen Vergleich der beiden Polizeigewerkschaften für dich erstellt.

Du kannst Arztrechnungen einfach per App bei der Beihilfe und PKV hochladen. Deine Rückerstattung bekommst du für gewöhnlich innerhalb von 1-4 Wochen. Wenn du sicherstellen möchtest, dass alles reibungslos verläuft, achte darauf, dass alle erforderlichen Dokumente vollständig und gut lesbar sind. Es kann auch hilfreich sein, ein kurzes Begleitschreiben hinzuzufügen, in dem du die wichtigsten Informationen zusammenfasst. Zudem solltest du die App regelmäßig überprüfen, um den Status deiner Anfrage im Blick zu behalten. Falls es zu Verzögerungen oder Rückfragen kommt, kannst du direkt über die App Kontakt zum Kundenservice aufnehmen. So bleibt alles unkompliziert und transparent.

Trotz der umfassenden Einstellungsuntersuchung musst du bei zahlreichen Anbietern eine vollständige Gesundheitsprüfung absolvieren. Eine Diensttauglichkeit im Polizeidienst bedeutet jedoch noch lange nicht, dass du ohne Zuschläge in die private Krankenversicherung aufgenommen wirst.
Glücklicherweise gibt es Anbieter, die eine vereinfachte Gesundheitsprüfung anbieten oder sogar ganz darauf verzichten. Weitere Informationen dazu findest du in unserem Vergleich der PKV für Beamte.

Ja, die Dienstunfähigkeitsversicherung ist zusammen mit der privaten Krankenversicherung die entscheidende Absicherung. Auch hier ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich. Je eher du sie abschließt, desto vorteilhafter wird es für dich. In den ersten sechs Jahren deiner beruflichen Laufbahn ist sie besonders relevant, da es keinen oder nur einen eingeschränkten Schutz durch den Arbeitgeber gibt. Abhängig von den Leistungen, deinem Alter und der Rentenhöhe beläuft sich der Preis auf etwa 50 bis 90 Euro im Monat.

Ja, auch Familienangehörige haben unter bestimmten Bedingungen Anspruch auf Unterstützung.
Für Kinder gilt: Wenn du Kindergeld erhältst, hat das Kind Anspruch auf 80 % Beihilfeanspruch.
Für den Ehepartner oder die Ehepartnerin gilt: Ist diese nicht berufstätig, wird sie als Empfängerin von Versorgungsleistungen betrachtet. Auf Antrag erhält sie 70 % Unterstützung. Dies gilt auch, wenn lediglich ein Minijob ausgeübt wird.

Ja, im Saarland gibt es keine pauschale Beihilfe. So oder so hätten wir dir aber davon abgeraten, weil es nachteilig ist.

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