Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten

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Inhalt

Das Wichtigste in Kürze:

  • Polizeibeamte haben ein hohes Risiko, dienstunfähig zu werden
  • In der Ausbildung wirst du bei Dienstunfähigkeit sogar ohne Anspruch auf ein Ruhegehalt entlassen.
  • Die Versorgungslücke kannst du mit einer Dienstunfähigkeits­versicherung schließen.
  • Wichtig sind die Dienstunfähigkeits­klauseln im Kleingedruckten.

Dienstunfähigkeitsversicherung für Polizisten kurz erklärt:

Was ist die Dienstunfähigkeitsversicherung

Die Dienstunfähigkeitsversicherung schützt dich vor den finanziellen Folgen, wenn du deinen Dienst aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kannst. Sie schließt die Versorgungslücke und sorgt für ein regelmäßiges Einkommen im Ernstfall.

Was erhalten Polizisten bei Dienst­unfähigkeit vom Dienst­herrn?

Die finanziellen Konsequenzen einer Dienstunfähigkeit variieren je nach Beamtenstatus:

Polizeianwärter / Beamte auf Widerruf:

  • Keine Leistung bei Dienstunfähigkeit durch den Dienstherren (Ausnahme Dienstunfall – dann gibt es ein geringen Unterhaltbeitrag)
  • Werden in der Regel entlassen – Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Mögliche Erwerbsminderungsrente, aber nur wenn: mindestens 60 Monate Wartezeit erfüllt (meist nicht der Fall bei Anwärtern) und weniger als 3 Stunden täglich arbeitsfähig
  • Besonders hohes finanzielles Risiko

Beamte auf Probe:

keine Leistung bei Dienstunfähigkeit durch den Dienstherren (Ausnahme Dienstunfall – dann gibt es ein geringes Unfallruhegehalt)

  • Werden meist entlassen
  • Nachversicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung
  • Gleiche Bedingungen für Erwerbsminderungsrente wie bei Anwärtern
  • Bei Dienstunfall – Unfallruhegehalt
  • Sehr hohes finanzielles Risiko

Beamte auf Lebenszeit:

  • Anspruch auf Ruhegehalt/Pension – ABER: Wartezeit von 5 Jahren muss erfüllt sein
  • Höhe der Pension abhängig von Dienstjahren
  • Bei jungen Beamten oft sehr niedrige Pensionsansprüche. Beispiel: Bei wenigen Dienstjahren verliert der Beamte 40 bis 50 % seines Einkommens!
  • hohes finanzielles Risiko

Worauf sollten Poli­zisten beim Ab­schluss einer Dienst­­unfähig­­keits­­versicherung achten?

Die Klauseln

Wir unterscheiden zwischen der allgemeinen Dienstunfähigkeitsklausel und der „speziellen Dienstunfähigkeitsklausel“ Diese wir auch Polizeivollzugklausel genannt).
Wenn das nicht schon kompliziert genug ist, werden die Klauseln auch noch in die echte und die unechte Dienstunfähigkeitsklausel unterschieden.
Eine echte Dienstunfähigkeitsklausel und eine unechte Dienstunfähigkeitsklausel unterscheiden sich in der Art und Weise, wie die Dienstunfähigkeit festgestellt wird.

allgemeine Dienstunfähigkeitsklausel

  • Definition: Diese Klausel gilt für alle Beamten unabhängig von ihrem speziellen Tätigkeitsbereich. Sie greift, wenn der Dienstherr die allgemeine Dienstunfähigkeit festgestellt hat, unabhängig davon, ob der Beamte noch in einem anderen Bereich innerhalb des Dienstes eingesetzt werden könnte.
  • Anwendung: Diese Klausel umfasst keine besonderen Regelungen für Beamte mit spezifischen Tätigkeiten, wie z. B. Polizisten oder Feuerwehrleute.
  • Vorteil: Sie deckt grundsätzlich die Dienstunfähigkeit ab, die für jede Beamtenlaufbahn gelten würde.
  • NachteilFür Berufsgruppen mit besonders hohen körperlichen Anforderungen (z. B. Polizei, Feuerwehr) ist sie lückenhaft, da sie spezifische Belastungen oder Einschränkungen nicht berücksichtigt werden.

spezielle Dienstunfähigkeitsklausel (Polizeivollzugsklausel)

  • Definition: Diese Klausel berücksichtigt die besonderen Anforderungen des Berufs, z. B. bei Polizeibeamten oder Feuerwehrleuten. Die Dienstunfähigkeit wird speziell im Kontext des jeweiligen Berufs festgestellt.
  • Anwendung: Sie greift, wenn der Beamte die speziellen Anforderungen seines Dienstes nicht mehr erfüllen kann, auch wenn er theoretisch in einem anderen Bereich des öffentlichen Dienstes tätig sein könnte.
  • Vorteil: Sie bietet einen erweiterten Schutz, der speziell auf Berufe mit hohen körperlichen oder psychischen Anforderungen zugeschnitten ist.
  • Nachteil: Der Schutz kann teurer sein als bei einer allgemeinen Klausel.

Echte Dienstunfähigkeitsklausel

  • Definition: Die Versicherung orientiert sich ausschließlich an der Entscheidung des Dienstherrn, wenn dieser die Dienstunfähigkeit offiziell festgestellt hat.
  • Vorteil: Die Leistung der Versicherung erfolgt automatisch nach der Entscheidung des Dienstherrn, ohne dass die Versicherung eine eigene Prüfung vornimmt.

Unechte Dienstunfähigkeitsklausel

  • Definition: Die Versicherung prüft zusätzlich zur Entscheidung des Dienstherrn eigenständig, ob die versicherten Bedingungen erfüllt sind (z. B. Berufsunfähigkeit nach ihren eigenen Maßstäben).
  • Nachteil: Es kann zu Verzögerungen oder sogar zur Ablehnung der Leistungen kommen, selbst wenn der Dienstherr die Dienstunfähigkeit festgestellt hat. 

Vollständige Dienstunfähigkeitsklausel

  • Definition: Die Versicherung zahlt auch bei Entlassung von Beamten auf Widerruf und Probe (BaW und BaP). 
  • Vorteil: Solange du noch kein Beamter auf Lebenszeit bist, ist diese „Feinheit“ unverzichtbar. Nur so bekommst du auch als BaW und BaP deine Leistung im Falle der Entlassung.

Wichtig: Für dich als Polizist sind die Klauseln entscheidend. Deine Dienstunfähigkeitsversicherung muss sowohl die allgemeine, als auch die spezielle DU Klausel beinhalten. Außerdem muss es eine echte DU Klausel beinhalten und für Dienstanfänger die vollständige Klausel. Das schränkt die Anbieter auf dem Markt stark ein.

Unterschied Dienstunfähigkeitsversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Dienstunfähigkeitsversicherung berücksichtigt den besonderen Status von Beamten und enthält eine sogenannte “Dienstunfähigkeitsklausel”, die für Polizisten entscheidend ist.
Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung entscheiden der Versicherer aufgrund von ärztlichen Diagnosen, Befunden oder Auskünften , ob ein hinreichender Leistungsanspruch besteht oder nicht. Den Beweis der Berufsunfähigkeit musst du erbringen.

Bei der Dienstunfähigkeit entscheidet allein der Dienstherr, ob eine Dienstunfähigkeit vorliegt.

Was sind die Gründe für eine Dienstunfähigkeit?

Nach aktuelle Schätzungenwerden in Deutschland etwa 30.000 bis 40.000 Beamte jährlich dienstunfähig.

Davon entfallen viele Fälle auf Polizisten, Feuerwehrleute und Lehrer, da diese Berufsgruppen besonderen Belastungen ausgesetzt sind.

1. Psychische Erkrankungen (z. B. Depressionen, Burnout, Angststörungen)
• Prozentualer Anteil: ca. 35–40 %
• Hintergrund: Hoher beruflicher Stress, unregelmäßige Arbeitszeiten und belastende Einsätze machen psychische Erkrankungen zum häufigsten Grund für eine Dienstunfähigkeit.

2. Erkrankungen des Bewegungsapparates (z. B. Rückenprobleme, Arthrose, Bandscheibenvorfälle)• Prozentualer • • • Anteil: ca. 25–30 %
• Hintergrund: Schwere körperliche Belastungen, lange Steh- oder Sitzzeiten und häufiges Tragen von Ausrüstung führen zu langfristigen Schäden.

3. Krebserkrankungen
• Prozentualer Anteil: ca. 15–20 %
• Hintergrund: Schwerwiegende Diagnosen wie Krebs erfordern oft langwierige Behandlungen und führen in vielen Fällen zur Dienstunfähigkeit.
 
4. Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Bluthochdruck)
• Prozentualer Anteil: ca. 10–15 %
• Hintergrund: Stress, ungesunde Lebensführung und genetische Veranlagungen sind oft die Auslöser.
 
5. Unfälle und Verletzungen (z. B. im Dienst oder im privaten Umfeld)
• Prozentualer Anteil: ca. 5–10 %
• Hintergrund: Polizisten und Beamte in gefährlichen Einsätzen haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verletzungen.

Wann gilt ein Beamter als dienstunfähig?

Ein Polizist gilt als dienstunfähig, wenn er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in der Lage ist, die besonderen Anforderungen seines Dienstes zu erfüllen. Dies wird vom Dienstherrn auf Grundlage eines amtsärztlichen Gutachtens festgestellt, insbesondere wenn keine Aussicht besteht, dass der Beamte innerhalb von sechs Monaten wieder voll dienstfähig wird. Bei spezieller Polizeidienstunfähigkeit bezieht sich dies auf die körperlichen und psychischen Anforderungen des Polizeidienstes, wie den Umgang mit Waffen oder Einsätze unter hoher Belastung.

Was ist die beste Dienstunfähigkeits­versicherung für Polizisten?

Diese Frage lässt sich nicht pauschal beantworten. Schon mal vorab: „Es gibt nicht die „beste Super-DU Versicherung“. Jede DU Versicherung hat spezielle Vor- und Nachteile.
Die Wahl der richtigen Dienstunfähigkeitsversicherung hängt von individuellen Faktoren wie Alter, Gesundheitszustand und persönlicher Lebenssituation ab. Dennoch haben unabhängige Analysen bestimmte Anbieter als besonders geeignet für Polizeibeamte identifiziert.

Dabei sind diese 3 DU Versicherungen immer vorne mit dabei:

  • DBV: Smart DU und DAP
  • Signal Iduna: SI WorkLife EXKLUSIV-PLUS
  • Allianz: Berufs- und DienstunfähigkeitsPolice Plus

Checkliste Dienstunfähigkeits­versicherung

Deine Checkliste für das Beratungsgespräch:
1. Persönliche Daten

  • Aktueller Beamtenstatus (Anwärter/Probe/Lebenszeit)
  • Ausbildungsbeginn/Verbeamtungsdatum
  • Aktuelle Besoldungsgruppe
  • Geplante Laufbahn

2. Gesundheitsfragen

  • Liste aller Arztbesuche der letzten 5 Jahre
  • Diagnosen und Behandlungen
  • Krankenhausaufenthalte
  • Medikamente (auch wenn nur zeitweise genommen)
  • Sportbedingte Verletzungen
  • Psychotherapeutische Behandlungen

3. Finanzielle Situation

  • Aktuelles Nettoeinkommen
  • Monatliche Fixkosten
  • Geplante große Ausgaben (z.B. Immobilie)
  • Verfügbares Budget für die Absicherung

4. Absicherungsbedarf

  • Gewünschte monatliche DU-Rente
  • Empfehlung: 70-80% vom Netto
  • Beachte: Auch zukünftige Gehaltssteigerungen einplanen
  • Dynamik der Versicherungsleistung gewünscht?

5. Wichtige Zusatzfragen

  • Auslandsaufenthalte geplant?
  • Gefährliche Hobbys/Sportarten?
  • Familienplanung?
  • Weitere Versicherungen vorhanden?

Wichtige Hinweise:

Gesundheitsangaben:

  • Vollständig und wahrheitsgemäß angeben
  • Lieber zu viel als zu wenig nennen
  • Bei Zweifeln: Vorher beim Arzt Unterlagen anfordern
  • Falsche Angaben gefährden den Versicherungsschutz

Versicherungshöhe:

  • Nicht am falschen Ende sparen
  • Lieber höher einsteigen, da spätere Erhöhungen schwieriger sind
  • Nachversicherungsoptionen für wichtige Lebensereignisse einplanen

Vertragslaufzeit:

  • Idealerweise bis zum regulären Pensionsalter
  • Mindestens aber bis 60
  • Möglichkeit der Verlängerung prüfen

FAQ

Ab wann sollte ich eine DU abschließen?
Am besten direkt zu Beginn der Ausbildung, da dann die Beiträge am günstigsten sind und das finanzielle Risiko am höchsten ist.
Das hängt von vielen Faktoren ab. Die monatlichen Beiträge beginnen bei etwa 50-80€ für DU für Polizeianwärter, abhängig vom Gesundheitszustand und Versicherer.
Ja, eine gute DU zahlt unabhängig davon, ob der Grund für die Dienstunfähigkeit im Dienst oder in der Freizeit eingetreten ist.

Eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) zahlt erst ab 50% Berufsunfähigkeit, während die DU bereits leistet, wenn der Dienstherr die Polizeidienstunfähigkeit feststellt.

Die Absicherung sollte mindestens 70-80% deines Nettoeinkommens betragen, um deinen Lebensstandard im Fall der Dienstunfähigkeit halten zu können.

Gute DU-Verträge bieten Nachversicherungsgarantien bei wichtigen Ereignissen wie Beförderung, Heirat oder Geburt eines Kindes.

Die DU kann in eine normale Berufsunfähigkeitsversicherung umgewandelt werden, ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Ja, bei Antragstellung müssen alle Vorerkrankungen der letzten Jahre wahrheitsgemäß angegeben werden, sonst riskierst du den Versicherungsschutz.

Ja, psychische Erkrankungen sind eine der häufigsten Ursachen für Dienstunfähigkeit und sind bei einer guten DU mitversichert.

Diese spezielle Klausel stellt sicher, dass die Versicherung bereits zahlt, wenn du speziell für den Polizeidienst als untauglich eingestuft wirst, auch wenn du noch andere Tätigkeiten ausüben könntest.

Gute DUs haben keine Wartezeit, sondern leisten ab dem ersten Tag!

Ja, die Versicherung greift sowohl bei Unfällen im Dienst als auch bei gesundheitlichen Problemen durch Einsätze oder Belastungen.

Die Versicherung kann oft in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umgewandelt werden, um weiterhin Schutz zu bieten.

Ja, viele Tarife ermöglichen Anpassungen bei Gehaltssteigerungen oder Statusänderungen, wie z. B. der Verbeamtung auf Lebenszeit.

Nicht immer! Es gibt die sogenannte Teildienstunfähigkeitsklausel, diese kann optional bei guten DU-Versicherern mit eingeschlossen werden. Diese zahlt anteilig ab bei festgestellter Teil-Dienstunfähigkeit!

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